Nach einer ernüchternden Erfahrung einer Fortbildung auf der ich dienstverpflichtet anwesend war (www.juseta.de), habe ich mich mit vielen anderen gefragt, warum eigentlich so viel Lebenszeit in nicht wirklich effizientes Lernen fließt. Es blieb Unzufriedenheit zurück, der Nutzen stand in keinem positivem Verhältnis zum Aufwand.
In diversen Foren und Netzwerken versuchen wir immer wieder gemeinsame Treffen und Fortbildungen vorzuplanen, Referenten und Themen zu finden und das ist nicht leicht. Daher meine Frage, wie funktionieren eigentlich Fortbildungen am zufriedenstellensten?

Am interessantesten finde ich die BarCamp Idee. Es ist die noch radikalere Umsetzung der Open Space Methode. Gepaart mit der extremen Veröffentlichung via Internet scheint dies ein Quell an Ideen und auch Lernprozessen zu sein. Mit Sicherheit scheiden sich an dieser Form viele Bildungsgeister. Traditionelle Fortbildungsmodelle geben einen Lehrplan vor. Ich persönlich habe aber auf Fortbildungen das meißte gelernt und war am zufriedensten, wenn die Teilnehmer selber sich maximal einbringen konnten. Z.B. sind bei den MaC*days in Josefstal fast alle Teilnehmer auch Referenten und umgekehrt. Das macht den Charme aus. Die Kompetenz vieler zu nutzen, bringt den maximalen Lernerfolg. Ähnliches erlebe ich auch in Gauting bei den Internettreffen. Gleichzeitig findet die Dokumentation direkt im Netz durch die Teilnehmer statt. Dies sichert die Inhalte nachhaltig und ermöglicht eine direkte Reflexion der Inhalte durch die Teilnehmer selber.
Mal schauen wie ich das meiner Chefetage beibringen kann. Interessant ist die Frage, wie ich denn Lernerfolg bei solch mitunter chaotisch aber sehr dichten Veranstaltungen messen will. Ich denke der wichtigste Aspekt und Gradmesser ist die Zufriedenheit der Teilnehmer. Wenn ich zufrieden von einer Tagung, Fortbildung usw. komme, dann war es offensichtlich erfolgreich in meinem Sinne.