BitPäd

Urlaub mit WiFi Teil 1

Montag, 13. Juni 2011 von zosch

Ein Versuch: Laptop mit in den Urlaub als Ergänzung zum Reiseführer. Eine eigene SIM Karte fürs Smartphone schien mir noch nicht nötig und dann ab nach England.

Erste Erfahrung: Besser hätte ich mal in eine SIM Karte fürs Handy investiert. (Siehe dazu auch Tipps vom Verbraucherschutzzentrale RLPfalz.) Dann hätte ich auch google als Navi nutzen können. Und das Geocachen geht auch spontaner. So sind wir zwar mit Karte aber doch ganz schön kreuz und quer zu unserem Bestimmungsort gekommen. Manchmal ist Links fahren, Karte lesen und Englisch doch auch schwierig.

Ebenso der kleine Schock: andere Steckdosen.Überhaupt nicht dran gedacht. Also Adapter auf SchuKo Stecker besorgen. Sollte der Versuch mit Wifi schon am Aufladen der Akkus scheitern? Adapter gabs aber erst in der nächsten größeren Stadt. Also weiter.

Vor Ort gibt es W-LAN, teuer zwar, dafür aber einigermaßen schnell, wenn man nicht abends um 20 Uhr, wenn offensichtlich alle ins Netz gehen, versucht große Datenmengen herunter zu laden.

Gut auf jeden Fall vorher mal Öffnungszeiten abzuchecken. So ersparen wir uns den Frust, den wir hatten, als wir es einmal nicht gemacht haben und just dort die Attraktion geschlossen war. Hätten wir vorher mal nachgeschaut, hätten wir uns 40km Anfahrt sparen können.

Ach ja, und aktuelle Wetterberichte - immer wichtig für die Ausflugsplanung. Auch vorher mal ein paar Luftbilder oder Streetviewansichten (ja England ist schon sehr umfangreich vergoogled) erleichtern die Orientierung  vor Ort. Insofern hat sich die Investition tatsächlich gelohnt.

Mehr dann im Teil 2

Hindenburg - was ein Name für ein Audiotool

Montag, 30. Mai 2011 von zosch

Audacity ist weit verbreitet. Aber es gibt auch Alternativen. Hindenburg ist zum Beispiel eine. Nachteil: die kostenlose Variante hat keine Effekte und Plugins, aber durch die Schlichtheit eine Menge zu bieten. Es ist so einfach damit zu arbeiten, dass es sich wirklich in der Jugendarbeit empfiehlt. Einfach mal anschauen und ausprobieren.

Hindenburg Tutorial

Einmischen statt nur rummaulen gilt auch für Medienpädagogen - vorallem beim JMStV.

Mittwoch, 23. März 2011 von zosch

Alvar Freude stellte beim Gautinger Internettreffen noch mal Kritik und Stand der Diskussion bei der Neufassung des Jugendmedienstaatsvertrages vor. Jugendschutz hat Verfassungsrang - aber auch die Kommunikationsfreiheit. Hier gilt es eine Abwägung von Grundrechten vorzunehmen.

Grundsätzlich ist der JMStV ein Gesetz für den Rundfunk. Diese Regelungen sollten auf das Internet übertragen werden. Größte Kritik: Dies funktioniert nicht, weil das Internet ganz andere Facetten aufweist. Auch kommt die Medienpädagogik überhaupt nicht vor.

In der Enquettekommission des dt. Bundestages gilt es die Medienpädagogik stärker als Instrument zum Schutz vor Gefahren zu verstehen. Und Medienpädagogik ist nicht nur als Angebot für Kinder und Jugendliche, sondern für alle Altersgruppen zu verstehen. In der Arbeitsguppe Medienpädagogik wird es die größten Differenzen im Thema Jugendschutz geben.

Große Fragen in der Diskussion der Kommission.

Welches Leitbild ist im Internet das richtige.

Ist das Internet der Ort der Kommunikationsfreiheit?

Welche Ziele verfolgt der Jugendmedienschutz? Schutz vor zufälligen Treffern, oder bewusster Suche, oder “Selbstgefährdung”.

Faire Verantwortundverteilung beim Jugendschutz.

Das Internet ist Mittler aller Medien geworden. Was heißt das?

Albert Fußmann wirft die provokante Frage auf, ob es überhaupt noch einen Bereich der Gesellschaft gibt, aus denen man Kinder ausschließen sollte?

Perspektiven und Ideen aus der Diskussion:

Technisch ist außer Stecker ziehen oder Totalzensur wie in China es nicht möglich, das explizite Aufsuchen von gefährdenden Inhalten durch Jugendliche zu verhindern. Werden Seiten also bewusst und nicht zufällig aufgesucht, ist ein technischer Schutz fasst nicht möglich. Für jüngere Kinder funktionieren Internetfilter vielleicht noch um sie vor zufäligem Zugang zu schützen.  Wenn Eltern sie installieren!

Eine positive Perspektive wäre ein Cloudsourcingprinzip also der Empfehlungen von Seiten durch Eltern, Institutionen, Kinder und Jugendliche. Dies gilt oder funktioniert vor allem für jüngere Kinder.

Eine österreichische Utopie: “Medienkompetenzgesetz” statt “Jugendschutzgesetz” - In Deutschland grenzen sich aber die Jugendschützer von den Medienpädagogen ab. Hier steckt wohl ein Grundproblem der Diskussion.

Für jüngere Kinder sind sicherlich Internetfilter geeignet (sofern sie denn überhaupt installiert und richtig eingestellt sind - das bedarf auch einer Kompetenzvermittlung bei Eltern.) Bei älteren Kindern (ab 10 Jahre) muss es um Selbstschutz gehen. Wie baut man diesen Selbstschutz auf.

Verkehrserziehung hat heute schon ein Modell um “Selbstschutz” auch schon kleinsten Kindern zu vermitteln. Hier muss man nur mal googlen. Das kann ein Modell sein. Die andere Frage ist, was sind denn die wirklichen Gefahrenpotentiale bei Jugendlichen (kostenpflichtige Abzockseiten, Cybermobbing, Urheberrechtsverletzungen die geahndet werden etc.). Dies wird von den Jugendschützeren überhaupt nicht in den Blick genommen.  Außerdem ändern sich reale Bedrohungen und Gefahren ständig. Hier kann ein Gesetz gar nicht so schnell hinterherkommen, Bildungskonzepte sind da flexibler. Noch mehr ein Grund auf Bildung statt auf Gesetz zu setzen.

Wenn wir also Kinder und Jugendliche wirklich schützen wollen, dann gilt es viele Fragen zu diskutieren, vorhandene Abegrenzungen zu überwinden und vor allem sich einzumischen als Medienpädagogen. Medienpädagogik muss vielleicht mehr denn je politisch werden. Wenn wir über Partizipation diskutieren, dann sollten wir als Medienpädagogen das auch praktizieren. Also unbedingt hierhinklicken und mitmischen.

Handyeinsatz bei Projekten der Jugendarbeit

Mittwoch, 23. März 2011 von zosch

Logo My Mobile

Logo My Mobile

Das Handy verändert nicht nur die Kommunikation, sondern auch Strukturen des Lernens. Daher ist auch die Frage, wie ich Handys in Bildungsprozessen einsetzen kann. Prof. Bachmair und Björn Friedrich stellen das Projekt MyMoble von medien + bildung.com bei dem Gautinger Internettreffen vor. Im Projekt ging es darum das Handy als Ressource für Partizipation für Bildung zu nutzen. Das Projekt fand an Hauptschulen  statt. Überraschend: Das Whiteboard an Schulen wurde stark genutzt, Bluetooth war sekundär. Innovative Ansätze machen Arbeit, dazu braucht es zusätzliches Personal, sonst klappt es nicht. Didaktischer Aspekt: Wenn man ein Handy dem Schüler in die Hand drückt ist es ein Lehrmittel, nutzt man das persönliche Handy des Schülers ist es ein positiv besetztes und bekanntes Arbeitsmittel. Damit macht Lernalltag in der Schule Spaß und gewinnt an Dynamik. Fotos waren für alle Schüler leicht produzierbar. Dabei wurden auch provokante Themen eingebracht (z.B. Alkoholkonsum). Dabei kamen auch für Jugendliche selbstverständliche Zusammenhänge zu Tage, die in der Schule getrennt werden, z.B. Religion und Gesellschaftslehre. Die Aufgabe Alltagsfotos zu suchen führte auch dazu Fotos aus dem Netz einzubringen. Gedruckter Text tauchte bei Migranten als muttersprachliche Produkte auf.

Das Projekt stellt viele interessante Aspekte von Lernen mit Handys dar, im konkreten natürlich im Spannungsfeld schulischen Lernens. Die Kollision mit informellen Lernfeldern aus der Jugendkultur schafft neue teilweise unerwartete Lernergebnisse. Die didaktische Kunst ist es über diesen anderen Weg trotzdem zu vorher definierten Lernzielen zu gelanden. Hier gilt es noch viel Überzeugungsarbeit und Experimente zu machen.

Die ausführlichen Slides finden sich unter slideshare.net/bjoernfr

Erzwungene Perspektive

Freitag, 25. Februar 2011 von zosch

Im Medienpädagogik Praxis-Blog hat Eike Rösch auf eine schöne Medienübung hingewiesen, die für Kameraleute und Kreative aller Art nicht nur Spaß macht sondern auch sehr verblüffende Ergebnisse liefert: Die Erzwungene Perspektive. Dabei werden durch geschickte Positionierung der Kamera Vordergrund und Hintergrund so miteinander in Beziehung gebracht, dass ein neues Motiv entsteht. Besser als jede Beschreibung kann dies dieser Film erklären.

Politiker und Netzpolitik

Freitag, 04. Februar 2011 von zosch

Immer nur auf die netzpolitischen Analphabeten in der Politik zu  schimpfen ist nicht ganz fair. Um weiter zu kommen ist es vielleicht ganz gut auf die Politiker zu schauen, die schon einen Schritt weiter sind. Das ZDF stellt in seiner Mediathek eine gute Möglichkeit sich eine Meinung über Politker und die Netzpolitik zu verschaffen.

Facebook Statistik

Dienstag, 11. Januar 2011 von zosch

Ach was sind schon Zahlen. Aber wenn sie so viel Nullen haben wie bei Facebook, dann macht dass hinschauen schon Spaß.

Hier mal die grafische Aufarbeitung von Facebook Zahlen mit deutschem Schwerpunkt.

Neues Format? Hier die Weihnachtsbotschaft im neuen Gewand.

Freitag, 17. Dezember 2010 von zosch

Ja, so langsam wird es ein neues Videoformat Geschichten mit Hilfe von multimedialen Kommunikationsmitteln zu erstellen. Hier mal die Weihnachtsbotschaft mit IPhone, foresquare, google amazon und Co.

Google Streetview als “Horrorvision”

Freitag, 10. Dezember 2010 von zosch

Sehr schöner Film - muss man sich einfach anschauen.

Deutschland. Wir können alles. Außer Internet.

Mittwoch, 01. Dezember 2010 von zosch

Die Überschrift habe ich hier vom ZDF geklaut. Aber das ist vielleicht auch bald egal. Denn wenn am 1.1.2011 der neue Jugendmedienstaatsvertrag in Kraft tritt, dann laufe ich mit diesem Blog Gefahr abgemahnt zu werden. Nicht weil ich geklaut habe, sondern weil ich keine Alterskennzeichnung habe, oder eine falsche. Auch wenn ich mich jetzt selber als Fachmann in Sachen digitale Medien bezeichnen würde - meine eigenen Inhalte einer Altersklassifizierung zu unterziehen wäre auch für mich neu und aufwändig.

Gestern noch sagte Yedi Dr. Geisler seit Stuttgart 21 ist die Basta Politik vorbei. Der neue Jugend-Medien-Staats-Vertrag scheint das Gegenteil zu beweisen. Da wird ein Gesetz durchgewunken. Teilweise aus Parteitaktischen Kalkül, obwohl man dagegen ist wie die Linken in Berlin. Oder es passt vorne und hinten nicht wie z.B. Jürgen Ertelt und viele andere aufzeigen. Die Grünen in NRW wollten auch wider besseren Wissens das Gesetz durchwinken und haben einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Wer will es auch verstehen, dass eine Partei sich gegen ein Gesetz ausspricht, die Fraktion im Parlament aber aus taktischen Gründen zustimmen will. So wird Politikverdrossenheit produziert.

Für die Jugendarbeit bedeutet das, dass kaum mehr jemand so eine Internetseite mit Jugendlichen erstellen wird. Das kann teuer werden. Eigentlich will man Jugendlichen doch schützen. So hält man sie aber völlig fern von einem intaktivem Medium mit vielen Chancen. Bleibt zu hoffen, dass es wenigstens irgendwo ein Bundesland gibt, welches nicht zustimmt, damit man noch mal ein gescheites Gesetz entwickeln kann.

Ergänzung:

So langsam kommt auch die Gegenseite aus der Deckung und versucht den JMStV doch positiv zu reden.

Die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle der Multimediaanbieter) hat schön ordentlich Argumente aufgelistet. http://www.fsm.de/de/jmstv-2011 Spannend dabei ist, dass sie zu der Frage, ob denn die Alterskennzeichnung evtl. wirtschaftliche Interessen verfolgt keine Aussagen machen. Also wenn bei der FSM nicht, wo dann? Sehr schön auch, dass wir schon mal labeln sollen, ohne dass klar ist, wie denn der Jugendschutzfilter genau aussieht. Seit 7 Jahren ist noch kein Jugendschutzfilter als gesetzeskonform zugelassen worden. Wieso sollte das jetzt anders sein?

Die OMK erklärt wie es funktionieren soll, was ich selber aber schon mal nicht verstanden habe und das PDF Dokumentationsdokument war leider beschädigt und konnte nicht heruntergeladen werden. Sieht man aber die Liste derer die da aktiv sind, so kann man eine gewisse Einseitigkeit der Interessen nicht wegdiskutieren. Ist die Piratenpartei die einzige Lobby der Nutzer?

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