
Wer liest das hier eigentlich? Muss es überhaupt wer lesen? Ist ein Blog nur so was wie ein Tagebuch, ein imaginärer Partner - und Ziel ist es das eigene Leben zu verarbeiten? Ja - vielleicht ist das so auch bei mir. Ich speichere meine Ideen und Meinung hier. Mache ich damit mein privates Leben öffentlich? Ja und nein. Wichtig ist eine Trennung zu ziehen. Frage auch, was ist eigentlich Privatheit? Wikipedia kennt es nicht, dann gibt es das auch nicht. Privatsphäre gibt es, aber Privatheit?
Ich glaube Privatsphäre hat viel mit Reflexion des eigenen Verhaltens zu tun. “Wer will ich sein” kann ich im Netz konsturieren. Dazu gehört auch Privates. Problem ist, dass ich die verschiedenen Konstrukte - die mitunter auch widersprüchlich sein können, mit einander im Netz in Zusammenhang bringen kann. Und dadurch kann die Privatsphäre sehr schrumpfen, auch wenn ich das nicht wollte.
SChülerVZ ist nicht böse, sondern ein Erfolg den es sinnvoll - nicht nur kommerziell zu nutzen gilt!! Wichtiger als das schiere Starren auf solche Internetphänomene ist Bewusstseinsbildung bei allen Generationen in Bezug auf das Medium Internet zu forcieren.
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist noch jung (25 Jahre) und doch schon durch das Internet nicht mehr umsetzbar? Wir brauchen aber Wege, wie die Internetnutzer dieses Recht wahrnehmen können.
Auf den Hinweis dass man so viel über einen herausfinden kann kommt von Jugendlichen wie Erwachsenen die Antwort: “Na und? Kann doch jeder über mich wissen. Ich mach ja nichts Illegales!” Aber die Vernetzung der Daten kann irgendwann ganz schnell zur Waffe werden. Die Kontrolle über die eigenen Daten ist wichtig. Denn Menschen die nicht mehr wissen was andere mit meinen Daten machen werden vorsichtig, ängstlich, mitunter auch eingeschüchtert. Bei Abofallen basiert ein ganzer Wirtschaftzweig darauf mit dem Unwissen von Menschen Geld zu verdienen. Und ein Staat mit ängstlichen, zurückhaltenden Bürgern hat schon einen Verlierer: die Demokratie. Insofern ist Datenschutz ein elitäres Ziel um das Ideal der Demokratie zu schützen. Und die Eliten die diesen Schutz beherrschen müssen die Massen darin unterstützen sich selbst schützen zu können. Denn sonst kommen wieder Eliten, die die mit unseren Daten Missbrauch betreiben. Wie z.B. in der Deutschen Demokratischen Republik. So eine Demokratie oder schlimmeres sollte es so schnell nicht wieder geben. Und dies sollte uns allen ein Anliegen sein.
Gute Idee von der Bundesregierung Kinderpornorgrafie den Kampf anzusagen, aber die Umsetzung ist mehr als halbherzig bis stümperhaft. Ein sehr guter Artikel zum Thema findet sich in der C´t 09/2009. Dieser beschreibt, was auch die Bundesjustizministerin immer wieder anmahnt, nämlich dass die Zensur des Internets sehr problematisch ist. Denn wer kontrolliert die Zensoren?
Eine Gesetzesgrundlage für Kinderporno-Internetsperren nimmt keine Pornoseite aus dem Netz, es wird auch den Handel mit Bildern und Filmen nicht wesentliche eindämmen, denn dieser findet über andere Wege statt und wird daher kaum einem betroffen Kind sein Schicksal ersparen. Da ist es viel sinnvoller die Polizei weiter in ihrem Bemühen zu unterstützen die Händlerringe hochgehen zu lassen wie erst vorgestern 16.04.09 wieder geschehen. Und das ohne nationale Internetsperre. Mit diesem kriminalistischem Erfolg ist wirklich geholfen. Wer an Kinderpornografie kommen will, wird dies auch mit Internetsperren können. Wer zufällig auf solche Seiten kommt muss schon verdammtes Pech haben und wählt gefälligst die 110.
Aber was wir dann haben ist ein Gesetz für eine Internetzensur, die man beliebig auf andere Themen ausdehnen kann. Das ist der eigentliche Kern der Diskussion. Will die Bundesregierung mit einer populistischen Debatte ernsthaft ein Zensurmittel im Internet einführen? Dagegen kann man sich nur wehren und sagen
Tja, da hat Holger angefangen nicht mehr den Clown zu machen und zack ist er raus. Die Zuschauer wollten von ihm keinen “ernsthaften Musiker”, sie wollten den Clown. Der darf auch singen wie er will.
Die Show ansonsten ist langweilig geworden. Die Jury sagt immer das Gleiche, es gibt zwei die können wirklich geil singen, einer heißt James Blunt und ist Mädchenschwarm und 3 haben mehr Profil als Stimme. Am Ende stehen immer die Gleichen auf der Kippe. Das Spannende findet außerhalb der Show statt und wird mit Kameras aufgezeichnet und festgehalten. Um Talent ging es eigentlich noch nie.
Für Holger sind die Shows vorbei. Ich hoffe er hat sich einige schöne Träume erfüllen können. Glücklich gemacht hat es ihn bestimmt. Und sein bester Satz in der Entscheidungsshow: “Ich mach mich nicht verrückt!” Ich hoffe er macht es auch danach nicht. Denn nach DSDS beginnt das wahre Leben Holger. Ich wünsche ihm er hat auch jetzt noch Freunde und die Transparente in Güntersleben nicht nur Zeichen kollektiver Sensationsgier. Holger komm mal wieder bei uns vorbei und erzähl von Deinem Abenteuer.