BitPäd

Flashmob - oder Schwarmintelligenz medial gesteuert

Freitag, 26. März 2010 von zosch

Es gibt so viele schöne neue Modeworte. Flashmob ist auch eines. Aber was soll das denn jetzt. Leute in Mengen aufrufen Mist zu machen?

Nicht ganz. Die Urbanauten in München z.B. philosophieren darüber, öffentliche Plätze und öffentliches Leben wieder zu beleben. Durch Überraschung. Interessant finde ich ihren Vergleich mit Schwarmintelligenz. Die kannte ich bisher nur bei Vögeln oder Fischen.

Aber noch besser kann man nachvollziehen was Flashmobs sind, wenn man mal bei Oliver Hausers Sammlung seiner TopTen Flashmobs vorbeischaut.

Der intergalaktischte Flashmob ist aber sicherlich der Black Eyed Peas Auftritt bei der Oprah Winfrey Show 2009 in Chicago. Man mag kaum glauben, dass das Oprah nicht vorher mitbekommen hat. Aber so viele Leute zu organisieren ist schon eine Leistung. Wie auch immer, ob man die musik mag, oder ob das wirklich noch ein Flashmob ist, es sieht geil aus und ich hätte gerne auf der Bühne gestanden.

Wie funktionieren eigentlich Fortbildungen?

Sonntag, 22. November 2009 von zosch

Nach einer ernüchternden Erfahrung einer Fortbildung auf der ich dienstverpflichtet anwesend war (www.juseta.de), habe ich mich mit vielen anderen gefragt, warum eigentlich so viel Lebenszeit in nicht wirklich effizientes Lernen fließt. Es blieb Unzufriedenheit zurück, der Nutzen stand in keinem positivem Verhältnis zum Aufwand.

In diversen Foren und Netzwerken versuchen wir immer wieder gemeinsame Treffen und Fortbildungen vorzuplanen, Referenten und Themen zu finden und das ist nicht leicht. Daher meine Frage, wie funktionieren eigentlich Fortbildungen am zufriedenstellensten?

Am interessantesten finde ich die BarCamp Idee. Es ist die noch radikalere Umsetzung der Open Space Methode. Gepaart mit der extremen Veröffentlichung via Internet scheint dies ein Quell an Ideen und auch Lernprozessen zu sein. Mit Sicherheit scheiden sich an dieser Form viele Bildungsgeister. Traditionelle Fortbildungsmodelle geben einen Lehrplan vor. Ich persönlich habe aber auf Fortbildungen das meißte gelernt und war am zufriedensten, wenn die Teilnehmer selber sich maximal einbringen konnten. Z.B. sind bei den MaC*days in Josefstal fast alle Teilnehmer auch Referenten und umgekehrt. Das macht den Charme aus. Die Kompetenz vieler zu nutzen, bringt den maximalen Lernerfolg. Ähnliches erlebe ich auch in Gauting bei den Internettreffen. Gleichzeitig findet die Dokumentation direkt im Netz durch die Teilnehmer statt. Dies sichert die Inhalte nachhaltig und ermöglicht eine direkte Reflexion der Inhalte durch die Teilnehmer selber.

Mal schauen wie ich das meiner Chefetage beibringen kann. Interessant ist die Frage, wie ich denn Lernerfolg bei solch mitunter chaotisch aber sehr dichten Veranstaltungen messen will. Ich denke der wichtigste Aspekt und Gradmesser ist die Zufriedenheit der Teilnehmer. Wenn ich zufrieden von einer Tagung, Fortbildung usw. komme, dann war es offensichtlich erfolgreich in meinem Sinne.

Belehrt die FDP die CDU in Sachen Internet?

Mittwoch, 28. Oktober 2009 von zosch

Koalitionsvertrag als Tag Cloud

Koalitionsvertrag als Tag Cloud

Es ist kaum zu glauben, aber die FDP hat im Koalitionsvertrag auch das Internet als politisches Thema eingebracht. (in der Tag Cloud links oben - wenn auch ganz klein.) Es kann sogar sein, dass das Zugangserschwerungsgesetz von Frau von der Leyhen gar nicht in Kraft tritt. Zumindest wird es erst mal aufgeschoben. Und wenn man den notwendigen Ausbau von Polizei und Justiz nicht bezahlen kann, dann kommt es eben doch - wider besseren Wissens.

Belehren hier die “sozialen” Besserverdienenden die Internetausdrucker?

In Sachen Jugendschutz gibt es leider nichts Neues. Es bleibt der Eindruck, dass hier die Ideen noch nicht da sind. Eher der schale Beigeschmack, dass man die schon bestehenden Gesetze vielleicht doch durch einen technischen Netzfilter durchsetzen will.

Überraschend ist aber, dass im Koalitionsvertrag immerhin erwähnt wird, dass man Open Source als Arbeitssoftware für die Bundesbediensten prüfen will. Na das wäre mal ein deutliches Zeichen Richtung Microsoft. Dann bliebe nur die Frage offen, wie man denn mit der Internetkrake Google umgeht.

Wir dürfen also gespannt sein.

Artikel siehe: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,657486,00.html

Bild: Die Tag Cloud wurde von netzcheckers.de mit wordle erstellt.

Bilderfluten und was man damit darf

Dienstag, 13. Oktober 2009 von zosch

Heute erklärt uns Michael mal, wo und wie man im Internet Bilder findet, die man auch bei Druckerzeugnissen oder für die eigene Seite verwenden kann. Hinweise im Netz gibt es viele, sei es bei anwalt-im-netz.de oder wikipedia. (da steht ja sowieso alles.) Aber es bleibt eine Grauzone.

Bei google gibt es in der Bildersuche eine Erweiterte Suche unter der man auch nach Lizenzen filtern kann. Das hilft schon mal beim Suchen nach Bildern die ich auch kommerziell weiterverwenden kann.

Auf Pixelio gibt es eine Bilderflut die auch mit einer Nutzungsbedingung gekennzeichnet ist. Dazu muss man sich aber zum einen anmelden, zum anderen die Fachbegriffe: redaktionelle Nutzung oder Recht zur Werbung genau anschauen. Namensnennung und Homepagenennung sind bei Pixelio meistens Pflicht.

flickr arbeitet mit creative commons und erklärt es auch schön übersichtlich auf einer Seite.

Auch unter wikimedia gibt es frei nutzbare Fotos eingestellt. Auch hier wird die Verwendung definiert.

Insgesamt gilt aber: Selber machen ist der rechtlich sicherste Weg. Und oft auch der schnellste.

Horrorzenario oder Realität

Sonntag, 11. Oktober 2009 von zosch

Wachsam und unberechenbar bleiben!

Die Qual der Wahl

Mittwoch, 23. September 2009 von zosch

Hurra wir dürfen alle wieder unsere Stimme abgeben und dann für 4 Jahre schweigen. Der Wahlkampf zählt wieder zu dem Amüsantesten was politisches Kabarett zu bieten hat. Es ist so nichtsagend.

Sehr spannend war da die U18 Wahl. Tolle Aktion für Jugendpolitische Bildung. Dort kann man sehr gut sehen, was da auf uns zukommt. Wenn es nach den Jugendlichen ginge, sähe es im Land anders aus. Interessant dabei, dass die Piratenpartei auf Anhieb in die Parlarmente käme. In Würzburg haben sie sogar die FDP überholt.

Die Piraten sind kreativ und jung und machen Wahlkampf im Internet - vor allem Youtube. Am besten find ich ja den militanten Flügel der Partei, der auf Youtube schon zur Bewaffnung aufruft.

Ich denke die Partei trägt zumindest dazu bei, dass die Gesellschaft wahrnimmt, dass sie sich ändert. Die Medien verändern eben nicht nur Arbeitsbedingungen und Kommunikation, sondern auch soziale Spielregeln. Wer hat damals die Grünen schon ernst genommen mit ihren Visionen und Drohkulissen, ihren Sonnenblumen und Strickpullis? Und heute? Ich hoffe die Piraten können der politischen Diskussion in dieser Beziehung Leben einhauchen.

Germanys Topmodel hat Migrationshintergrund

Freitag, 22. Mai 2009 von zosch

Mensch wer hätte es gedacht, dass kurz vor dem Jahrestag des deutschen Grundgesetzes und im Superwahljahr, eine Castingshow noch was Politisches hat. “Germanys next Topmodel” hört auf den schönen deutschen Namen Sara Nuru und kommt aus Äthiopien. Eine Farbige ist also Deutschlands schönstes Aushängeschild. Na das wird doch die Rechten ärgern. In der Beziehung hat Germanys next Fleischbeschau ja doch noch einen gesellschaftlichen Beitrag zum Artikel 3 GG geleistet.

Das Ende der Privatheit

Dienstag, 28. April 2009 von zosch

Wer liest das hier eigentlich? Muss es überhaupt wer lesen? Ist ein Blog nur so was wie ein Tagebuch, ein imaginärer Partner - und Ziel ist es das eigene Leben zu verarbeiten? Ja - vielleicht ist das so auch bei mir. Ich speichere meine Ideen und Meinung hier. Mache ich damit mein privates Leben öffentlich? Ja und nein. Wichtig ist eine Trennung zu ziehen. Frage auch, was ist eigentlich Privatheit? Wikipedia kennt es nicht, dann gibt es das auch nicht. Privatsphäre gibt es, aber Privatheit?

Ich glaube Privatsphäre hat viel mit Reflexion des eigenen Verhaltens zu tun.  “Wer will ich sein” kann ich im Netz konsturieren. Dazu gehört auch Privates. Problem ist, dass ich die verschiedenen Konstrukte - die mitunter auch widersprüchlich sein können, mit einander im Netz in Zusammenhang bringen kann. Und dadurch kann die Privatsphäre sehr schrumpfen, auch wenn ich das nicht wollte.

SChülerVZ ist nicht böse, sondern ein Erfolg den es sinnvoll - nicht nur kommerziell zu nutzen gilt!! Wichtiger als das schiere Starren auf solche Internetphänomene ist Bewusstseinsbildung bei allen Generationen in Bezug auf das Medium Internet zu forcieren.

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist noch jung (25 Jahre) und doch schon durch das Internet nicht mehr umsetzbar? Wir brauchen aber Wege, wie die Internetnutzer dieses Recht wahrnehmen können.

Auf den Hinweis dass man so viel über einen herausfinden kann kommt von Jugendlichen wie Erwachsenen die Antwort: “Na und? Kann doch jeder über mich wissen. Ich mach ja nichts Illegales!” Aber die Vernetzung der Daten kann irgendwann ganz schnell zur Waffe werden. Die Kontrolle über die eigenen Daten ist wichtig. Denn Menschen die nicht mehr wissen was andere mit meinen Daten machen werden vorsichtig, ängstlich, mitunter auch eingeschüchtert. Bei Abofallen basiert ein ganzer Wirtschaftzweig darauf mit dem Unwissen von Menschen Geld zu verdienen. Und ein Staat mit ängstlichen, zurückhaltenden Bürgern hat schon einen Verlierer: die Demokratie. Insofern ist Datenschutz ein elitäres Ziel um das Ideal der Demokratie zu schützen. Und die Eliten die diesen Schutz beherrschen müssen die Massen darin unterstützen sich selbst schützen zu können. Denn sonst kommen wieder Eliten, die die mit unseren Daten Missbrauch betreiben. Wie z.B. in der Deutschen Demokratischen Republik. So eine Demokratie oder schlimmeres sollte es so schnell nicht wieder geben. Und dies sollte uns allen ein Anliegen sein.

Internetzensur in einer Demokratie?

Samstag, 18. April 2009 von zosch

Gute Idee von der Bundesregierung Kinderpornorgrafie den Kampf anzusagen, aber die Umsetzung ist mehr als halbherzig bis stümperhaft. Ein sehr guter Artikel zum Thema findet sich in der C´t 09/2009. Dieser beschreibt, was auch die Bundesjustizministerin immer wieder anmahnt, nämlich dass die Zensur des Internets sehr problematisch ist. Denn wer kontrolliert die Zensoren?

Eine Gesetzesgrundlage für Kinderporno-Internetsperren nimmt keine Pornoseite aus dem Netz, es wird auch den Handel mit Bildern und Filmen nicht wesentliche eindämmen, denn dieser findet über andere Wege statt und wird daher kaum einem betroffen Kind sein Schicksal ersparen. Da ist es viel sinnvoller die Polizei weiter in ihrem Bemühen zu unterstützen die Händlerringe hochgehen zu lassen wie erst vorgestern 16.04.09 wieder  geschehen. Und das ohne nationale Internetsperre. Mit diesem kriminalistischem Erfolg ist wirklich geholfen. Wer an Kinderpornografie kommen will, wird dies auch mit Internetsperren können. Wer zufällig auf solche Seiten kommt muss schon verdammtes Pech haben und wählt gefälligst die 110.

Aber was wir dann haben ist ein Gesetz für eine Internetzensur, die man beliebig auf andere Themen ausdehnen kann. Das ist der eigentliche Kern der Diskussion. Will die Bundesregierung mit einer populistischen Debatte ernsthaft ein Zensurmittel im Internet einführen? Dagegen kann man sich nur wehren und sagen

stopp Internetzensur

stopp Internetzensur

Amoklauf und viele Fragen - nur kaum die richtigen

Donnerstag, 19. März 2009 von zosch

Ein Amoklauf und die Gesellschaft diskutiert wieder hektisch über Verschärfung von Waffenrecht und Killerspielverbot.  Gleichzeitig kommt auch noch eine Studie vom Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. auf den Markt, die eine stagnierende oder leicht rückläufige Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen feststellt. Und das bei steigendem Medienkonsum., na wie kann das denn sein. Zumindest die Bayern haben es kapiert.

Was läuft denn hier falsch in der Diskussion. Ich glaube jeder will die schreckliche Tat für seine Zwecke nutzen. Wir haben die strengsten Gesetze die uns vor solchen Dingen schützen sollen. Aber haben wir auch die beste Bildungsarbeit, die Jugendliche davor schützt in Depressionen, Magersucht oder Amoklauf abzustürzen? Alle wollen Schutz durch Gesetze, aber keiner ruft nach Prävention durch Bildung, um

a) die Gesetze überhaupt zu kennen und b) sie auch befolgen zu können.

Der Umgang mit der sich immer schneller weiter entwickelnden Welt fällt nicht nur Jugendlichen schwer. Auch die Erwachsenen wissen nicht mehr so genau wie sie sich zurechtfinden sollen. Und damit fällt es ihnen auch immer schwerer ihren Kindern klare Wege aufzuzeigen.

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