BitPäd

Überholen uns die Maschinen?

Freitag, 19. Juni 2015 von zosch

Im Workshop “Maschinen zum Denken” in Josefstal zum Thema Wissensmanagement ging es um einen kritischen Blick auf die Entwicklungen in der digitalen Technik.

Gibt es intelligente Maschinen, die selber denken können? Mit dem Turing Test wurde schon 1950 versucht herauszufinden, ob eine Maschine “Denken” kann.  Ergebnis: Wenn die Maschine “Lügen” kann, dann ist sie intelligent und kann Denken. (weiterlesen…)

Ich blogge also bin ich!?

Dienstag, 20. November 2012 von zosch

Jetzt sitze ich gerade im Workshop Bloggen auf der Jugendseelsorgetagung der KJA bei Ralf Thees (er betreibt den wuerzblog.de) im Blogworkshop. Wir schauen uns mal die Bloggerszene genauer an. Erste Erkenntnis - Geld verdienen geht damit in Deutschland fast nicht. Gibt nur sehr wenige Ausnahmen. (Hier mal wieder die Möglichkeit für Flattr Werbung zu machen. Wäre eine interesante Bezahlmöglichkeit, die offensichtlich derzeit etwas stagniert.)  Das heißt, die Faszination für die Blogger muss woanders drin liegen.

Blogger sind - laut Ralf Thees - häufig (Ausnahmen gibt es immer) Individualisten. Sie haben Lust aufs Gestalten und der Außendarstellung. Also ein gewisser Hang zum Extrovertierten oder zum Journalismus ist bei vielen vorhanden. (Hmmm ist das bei mir so?). Die Frage nach Nutzen, Gewinn, Auflage und Lesern steht kaum zu Debatte. Man bloggt, weil es geht.

In der Jugendarbeit eignen sich Blogs mit Sicherheit für Partizipative Ansätze um Jugendmeinung zu veröffentlichen. Hier gilt es aber den Blog auch woanders einzubinden ihn selber zu publizieren, damit er überhaupt wahrgenommen wird. Sonst geht er unter. Nur Veröffentlichen alleine ist zu wenig für Jugendliche, wenn sie ein Anliegen haben.

Tagebücher über Aktionen sind eine andere gute Nutzungsmöglichkeit. Sie sind gleichzeitig Dokumentation der Maßnahme. Kleine Redaktionen aus den Reihen von Jugendlichen können Multimediainhalte sofort veröffentlichen. Was man bedenken muss: es ist Journalismus - wenn auch sehr kreativer und individueller, da es keine “Redaktions oder Verlagsstatuten gibt. Hier gilt es kreativ zu sein.

An

Grafik zu Gefahren mit Social Media

Sonntag, 04. März 2012 von zosch

Eine nette Grafik zu Gefahren in sozialen Netzwerken. Zeigt das Gefährdungspotential der einzelnen Kommunikationsformen.

Facebook auf einen Blick

Samstag, 04. Februar 2012 von zosch

Facebook auf einen Blick, das ermöglicht platlas.com. Die interaktive Grafik ermöglicht einen Gesamtüberblick über die ganzen Funktionen und Möglichkeiten in den Funktionen und Anwendungen. Das ist eine gute Möglichkeit, um Menschen die Komplexität von Facebook aufzuzeigen. Wer Näheres wissen will, kann sich durch die einzelnen Elemente der Grafik klicken und bekommt Details.

Google Streetview als “Horrorvision”

Freitag, 10. Dezember 2010 von zosch

Sehr schöner Film - muss man sich einfach anschauen.

Deutschland. Wir können alles. Außer Internet.

Mittwoch, 01. Dezember 2010 von zosch

Die Überschrift habe ich hier vom ZDF geklaut. Aber das ist vielleicht auch bald egal. Denn wenn am 1.1.2011 der neue Jugendmedienstaatsvertrag in Kraft tritt, dann laufe ich mit diesem Blog Gefahr abgemahnt zu werden. Nicht weil ich geklaut habe, sondern weil ich keine Alterskennzeichnung habe, oder eine falsche. Auch wenn ich mich jetzt selber als Fachmann in Sachen digitale Medien bezeichnen würde - meine eigenen Inhalte einer Altersklassifizierung zu unterziehen wäre auch für mich neu und aufwändig.

Gestern noch sagte Yedi Dr. Geisler seit Stuttgart 21 ist die Basta Politik vorbei. Der neue Jugend-Medien-Staats-Vertrag scheint das Gegenteil zu beweisen. Da wird ein Gesetz durchgewunken. Teilweise aus Parteitaktischen Kalkül, obwohl man dagegen ist wie die Linken in Berlin. Oder es passt vorne und hinten nicht wie z.B. Jürgen Ertelt und viele andere aufzeigen. Die Grünen in NRW wollten auch wider besseren Wissens das Gesetz durchwinken und haben einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Wer will es auch verstehen, dass eine Partei sich gegen ein Gesetz ausspricht, die Fraktion im Parlament aber aus taktischen Gründen zustimmen will. So wird Politikverdrossenheit produziert.

Für die Jugendarbeit bedeutet das, dass kaum mehr jemand so eine Internetseite mit Jugendlichen erstellen wird. Das kann teuer werden. Eigentlich will man Jugendlichen doch schützen. So hält man sie aber völlig fern von einem intaktivem Medium mit vielen Chancen. Bleibt zu hoffen, dass es wenigstens irgendwo ein Bundesland gibt, welches nicht zustimmt, damit man noch mal ein gescheites Gesetz entwickeln kann.

Ergänzung:

So langsam kommt auch die Gegenseite aus der Deckung und versucht den JMStV doch positiv zu reden.

Die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle der Multimediaanbieter) hat schön ordentlich Argumente aufgelistet. http://www.fsm.de/de/jmstv-2011 Spannend dabei ist, dass sie zu der Frage, ob denn die Alterskennzeichnung evtl. wirtschaftliche Interessen verfolgt keine Aussagen machen. Also wenn bei der FSM nicht, wo dann? Sehr schön auch, dass wir schon mal labeln sollen, ohne dass klar ist, wie denn der Jugendschutzfilter genau aussieht. Seit 7 Jahren ist noch kein Jugendschutzfilter als gesetzeskonform zugelassen worden. Wieso sollte das jetzt anders sein?

Die OMK erklärt wie es funktionieren soll, was ich selber aber schon mal nicht verstanden habe und das PDF Dokumentationsdokument war leider beschädigt und konnte nicht heruntergeladen werden. Sieht man aber die Liste derer die da aktiv sind, so kann man eine gewisse Einseitigkeit der Interessen nicht wegdiskutieren. Ist die Piratenpartei die einzige Lobby der Nutzer?

A life on facebook

Dienstag, 30. November 2010 von zosch

Natürlich hat es nur ca. 5 Tage gedauert und eines der genialsten Videos auf YouTube war wieder gesperrt. Und natürlich gibt es das Video jetzt ungefähr 100 mal in YouTube, weil es immer wieder reingestellt wird, weil es so genial ist. Zivilen Ungehorsam könnte man sowas nennen.
Warum gesperrt? Wegen der Musik eben. Hier zeigt sich ein Problem der Urheberrechte. Kreativität wird so blockiert. Das Video hatte innerhalb von nur 3 Tagen annähernd 3 Millionen Klicks. Damit ist es fast so berühmt wie die unterlegte Musik. Wie soll man das Problem lösen. Meiner Meinung nach muss man es lösen, will man Kreativität und damit Weiterentwicklung nicht blockieren.

Hier aber trotzdem mal der Versuch das Video einzubetten. Sollte es wieder tot sein, einfach mal bei YouTube “A life on facebook” suchen. Es ist wirklich sehr sehenswert.

You Tube ist eigentlich ab 18

Mittwoch, 27. Oktober 2010 von zosch

You Tube nutzt jeder, vor allem auch Jugendliche. Es ist die Quelle ewigen Musiknachschubs. Aber wehe es stellt jemand die Frage: Darf ich Videos oder Musik aus You Tube auf meinem Rechner speichern? Ich bin kein Jurist aber ich habe mich mal ein bisschen damit beschäftigt.

Die Nutzungsbedingungen von You Tube untersagen das dauerhafte Abspeichern von gestreamten Dateien.
Die Nutzungsbedingungen sind auch dann gültig, wenn ich sie gar nicht gelesen habe. Es reicht sich ein Video anzuschauen, um den Nutzungsbedinungen zuzustimmen. (Punkt 2.2.)
Die Nutzungsbedingungen stellen einen Vertrag dar. Verträge schlagen, sofern sie nicht gegen Gesetze verstoßen, alle Gesetze.

Aber: You Tube schreibt auch in den Nutzungsbedingungen (2.3.), dass der Nutzer das passende Alter haben muss, um Verträge abzuschließen.

  • 2.3 Sie dürfen die Dienste nicht nutzen und die Bestimmungen nicht annehmen, sofern (a) Sie noch nicht das rechtlich erforderliche Alter für den Abschluss eines bindenden Vertrags mit YouTube erreicht haben, oder (b) Sie nach dem Recht des Staates, in dem Sie wohnhaft sind oder von dem aus Sie auf die DiensteDienste zugreifen oder diese nutzen, ausgeschlossen sind oder diese Ihnen anderweitig rechtlich untersagt sind.

Die juristische Frage ist also: Kann YouTube mit Minderjährigen einen bindenden Vertrag schließen, via Nutzungsbedingungen, die der Jugendliche gar nicht lesen muss (solange er keinen Account hat), die im schlimmsten Falle zu Abmahnungen oder Geldstrafen wegen der Verletzung des Urheberrechtes führen können.

Verträge mit solch weitreichenden Konsequenzen können meiner Meinung nach in Deutschland eigentlich nur Volljährige abschließen. Das hieße im Klartext: You Tube ist ab 18.

Da auf der Seite “aus Versehen” Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten begangen werden können, müsste die Seite auch noch dem Jugendschutz unterliegen. Hier muss dann aber der Anbieter dafür sorgen, das Jugendliche nicht gefährdet werden. Ein Hinweis darauf fehlt gänzlich.

Dies ist ein gesetzliches Dilemma. Das Urheberschutzgesetz in Deutschland erlaubt die Speicherung und Kopie zu privaten Zwecken - ausschließlich von öffentlich zugänglichem Material.

  • (1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird. §53 UrhG

Ganze Konsumgüterindustrien haben Aufnahmegeräte für gestreamte und öffentlich zugängliche Daten (Fernsehen und Radio) verkauft und uns damit alle beglückt. Waren wir seit Jahrzehnten illegal unterwegs?

Außerdem ist bei YouTube nirgends zu erkennen (außer bei den CC Lizenzen) welche Rechte der Urheber an den Filmen hat, ich kann also auch nicht erkennen, ob das Video legal oder illegal eingestellt wurde.

Die Frage zeigt also, dass wir dringend anfangen müssen die Gesetze der Buchkultur an das digitale Zeitalter anzupassen. Derzeit verdienen sich nämlich so Anwälte eine goldene Nase, weil sie die aktuellen Gesetze gnadenlos anwenden, Abmahnungen versenden und viele Menschen leider einfach in die digitale Rechts-Falle rennen.

Wir alle müssen uns ändern - aber wie?

Freitag, 08. Oktober 2010 von zosch

Geht man davon aus, dass das Leitmedium Buch vom Internet - wie z.B. Lisa Rosa darlegt- abgelöst wird, dann haben wir jetzt einen Epochenübergang. Von der Industriegesellschaft in eine neue Gesellschaftsform. Dieser Übergang macht Angst und schafft Probleme, da bekannte und gewohnte Strukturen nicht mehr funktionieren. Das Macht vor allem Institutionen Angst vor Kontrollverlust. Die Bildungslandschaft passt nicht mehr, Rechte können noch nicht mit dem Leitmedium umgehen, Institutionen haben Verlusste an “Followern” oder sie öffnen sich dramatisch (wie Greenpeace). Wenn man sich dem Internet verweigert, dann kommt das Internet eben zu uns - z.B. via Google Street View - und schon müssen sich Internetverweigerer auch damit auseinandersetzen, ob sie wollen oder nicht.

Wie soll dann Gesellschaft und bürgerliche Beteiligung aussehen? E-Goverment für Jugendliche und politische Beteiligungsmöglichkeiten kann man bei Netzcheckers einsehen.

Was sollte passieren? Laut Jürgen Ertelt: Kontrollverlust zulassen - Transparenz ermöglichen, um sich zu entwickeln. Entwicklung von neuen Formen braucht Erfahrungen und Ziele. Und evtl. auch Stellen für Social Media - wie z.B. beim IJAB. Das zeigt Perspektive.

liqd.de ist ein Versuch auch Demokratie in der digitalen Welt neu zu gestalten und auch mit Mandaten auszustatten. Oder die Enquete Kommission des deutschen Bundestages versucht - für den Bundestag sensationell - eine politische Transparenz und Kommunikation. Dem schließt sich auch Bundesfamilienministerin Schröder an.

Institutionen haben Öffentlichkeitsreferate, um alles unter Kontrolle zu haben - und verlieren sie dadurch, weil die Mitglieder der Institution schon frei im web 2.0 kommunizieren. Höchste Zeit diese neue Gesellschaft mitzugestalten.

Gautinger Internettreffen 2010

Mittwoch, 06. Oktober 2010 von zosch

6 + 12 + 32 Referenten innerhalb von ca. 30 Stunden. Das ist harte Arbeit aber auch viel Input beim Gautinger Internettreffen. Spannend für mich ein Workshop zur Dialektik von Spielsucht. Hier ging es darum Suchtkriterien für digitale Spielwelten zu finden, da offiziell ein solches Krankheitsbild nicht existiert

Ebenfalls spannend das Projekt “Mein München” bei dem Kinder ihre Stadt aufbauen können. Das Spiel wird in Teilen freigeschaltet, in dem in der Realtität Aufgaben gelöst werden.

Ebenso spannend die das sexualpädagogische Projekt “Lebensträume - im Netz der Beziehungen” an Schulen, welches die Frage untersuchte, ob und inwiefern die Netznutzung soziale und sexuelle Beziehungen bei Jugendlichen verändert. Überraschend haben die Verantwortlichen festgestellt, dass die reale Begegnung und die virtuelle Begegnung zwei verschiedene Welten sind und auch bleiben. Offen blieb die Frage, ob extreme Pornografie auch Traumata verursacht.

Jürgen Ertelt hat dann in gewohnt umfangreicher Weise das Netz 2.0 bis vielleicht 4.0 vorgestellt. Manche Vision ist schon Realität.

Marcel Weiß erläuterte die Idee der “Kulturflatrate” als Antwort auf die vielen Urheberrechtsfragen. Er sieht die Lösung sehr kritisch. Wie soll das Geld gerecht verteilt werden. Wie gehen wir damit um, dass dann alle Downloads gespeichert werden müssten - Privatsphäre endgültig dahin. Wie verhindert man Manipulation. Hier gibt es kaum befriedigende Antworten.

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