Es gibt so viele schöne neue Modeworte. Flashmob ist auch eines. Aber was soll das denn jetzt. Leute in Mengen aufrufen Mist zu machen?
Nicht ganz. Die Urbanauten in München z.B. philosophieren darüber, öffentliche Plätze und öffentliches Leben wieder zu beleben. Durch Überraschung. Interessant finde ich ihren Vergleich mit Schwarmintelligenz. Die kannte ich bisher nur bei Vögeln oder Fischen.
Aber noch besser kann man nachvollziehen was Flashmobs sind, wenn man mal bei Oliver Hausers Sammlung seiner TopTen Flashmobs vorbeischaut.
Der intergalaktischte Flashmob ist aber sicherlich der Black Eyed Peas Auftritt bei der Oprah Winfrey Show 2009 in Chicago. Man mag kaum glauben, dass das Oprah nicht vorher mitbekommen hat. Aber so viele Leute zu organisieren ist schon eine Leistung. Wie auch immer, ob man die musik mag, oder ob das wirklich noch ein Flashmob ist, es sieht geil aus und ich hätte gerne auf der Bühne gestanden.
Hier mal ein Fundstück im Netz, was richtig irre ist. Keine Ahnung wie lang die daran gearbeitet haben, aber unglaublich poetisch.
Die Ösis sans halt langsam, aber manchmal auch der Zeit vorraus. Christoph Kaindl und Franz Kratzer stellten beim Gautinger Internettreffen einen gelungenen Versuch vor, Sexualaufklärungsfilme mal etwas anders zu gestalten. Herausgekommen ist “Sex we can”. Auf der Internetseite kann man sich die 3 kurzen Episoden auch herunterladen. Die animierten Protagonisten helfen, dass der Film nicht peinlich wird, die lustigen Dialoge und Bilder (wir empfehlen sehr die Pornodarsteller) unterstützen den Inhalt, mit dem sich sicherlich viele Jugendliche identifizieren können.
Zu den drei Episoden werden demnächst auch noch weiterführende Infomaterialien eingestellt. Für den Schulunterricht sicherlich ein besserer Einstieg, als 25 Jahre alte Schulfilme. Und das beste: die Filme sind frei im Netz auf der Seite verfügbar.
Audiofreunde finden immer mehr kostenlose und auch gute Angebote im Netz. Eines über das ich gestolpert bin ist freihoeren.de. Ein großes Portal für Audiofreunde mit vielen Hörspielen und Hörbüchern die ganz legal als Stream oder als Download genutzt werden können. Es ist eng verbunden mit der Seite hoerspielprojekt.de, einer Communityseite für HörspielmacherInnen, auf der sich das Vorbeihören auch mal lohnt. Gefüttert wird die wiederum von hoer-talk.de, auf der viele Hörspielmacher sich vernetzt haben.
Na dann mal vorbeihören.
Nachtrag:
Auf dem Medienpaed Praxis Blog gibt es eine hervorragende Zusammenstellung von freier Musik aller Arten. Auch mit einer rechtlichen Erläuterung.
Hier mein kleiner Cellcastbericht und Workshop von der Fachtagung und dem Festakt am 09.12.2009 in Gauting.
Kinder und Jugendliche fitt zu machen fürs Datenzeitalter ist das Eine und Aufgabe hauptsächlich von Eltern. Doch wer macht die Eltern fitt? Medienerziehung braucht Unterstützung. So langsam wacht die Gesellschaft auf und es purzeln Angebote auf den Markt. Hier ein paar ausgewählte Links.
Nach einer ernüchternden Erfahrung einer Fortbildung auf der ich dienstverpflichtet anwesend war (www.juseta.de), habe ich mich mit vielen anderen gefragt, warum eigentlich so viel Lebenszeit in nicht wirklich effizientes Lernen fließt. Es blieb Unzufriedenheit zurück, der Nutzen stand in keinem positivem Verhältnis zum Aufwand.
In diversen Foren und Netzwerken versuchen wir immer wieder gemeinsame Treffen und Fortbildungen vorzuplanen, Referenten und Themen zu finden und das ist nicht leicht. Daher meine Frage, wie funktionieren eigentlich Fortbildungen am zufriedenstellensten?

Am interessantesten finde ich die BarCamp Idee. Es ist die noch radikalere Umsetzung der Open Space Methode. Gepaart mit der extremen Veröffentlichung via Internet scheint dies ein Quell an Ideen und auch Lernprozessen zu sein. Mit Sicherheit scheiden sich an dieser Form viele Bildungsgeister. Traditionelle Fortbildungsmodelle geben einen Lehrplan vor. Ich persönlich habe aber auf Fortbildungen das meißte gelernt und war am zufriedensten, wenn die Teilnehmer selber sich maximal einbringen konnten. Z.B. sind bei den MaC*days in Josefstal fast alle Teilnehmer auch Referenten und umgekehrt. Das macht den Charme aus. Die Kompetenz vieler zu nutzen, bringt den maximalen Lernerfolg. Ähnliches erlebe ich auch in Gauting bei den Internettreffen. Gleichzeitig findet die Dokumentation direkt im Netz durch die Teilnehmer statt. Dies sichert die Inhalte nachhaltig und ermöglicht eine direkte Reflexion der Inhalte durch die Teilnehmer selber.
Mal schauen wie ich das meiner Chefetage beibringen kann. Interessant ist die Frage, wie ich denn Lernerfolg bei solch mitunter chaotisch aber sehr dichten Veranstaltungen messen will. Ich denke der wichtigste Aspekt und Gradmesser ist die Zufriedenheit der Teilnehmer. Wenn ich zufrieden von einer Tagung, Fortbildung usw. komme, dann war es offensichtlich erfolgreich in meinem Sinne.
Manche Menschen glauben sie wären anonym im Netz. Vor allem auch Jugendliche glauben, dass doch niemand weiß wer schnucki65 sei. Niemand? wieistmeineip.de zeigt noch die harmlosesten Daten an. Auf utrace.de kann ich Server, IP Adressen und vieles mehr in einer Karte orten. Mit der Mac Adresse geht das sogar sehr genau.
Es gibt Seiten, die sehr viel über den Rechner herausfinden an dem man sitzt. Und das ganz ohne kriminelle Energie. browserspy.dk ist z.B. so eine Seite. Oder die Testseite von heise.de für Mobil-Browser yyqq.de. Die Daten die der Browser weitergibt, sind nur ein kleiner Teil. Bei mir hat zum Glück die Lokalisation in Google Maps ziemlich daneben gegriffen. Das beruhigt mich ja noch ein bisschen. Kommt dann noch Spionagesoftware auf den Rechner, ist der ganze Rechnerinhalt, mitsamt Passworten usw. auslesbar.
Da heist es Wachsam sein und informieren. Aber eins ist sicher: anonym ist im Netz niemand unterwegs.
Ein Blog als Arbeitshilfe und Seminardokumentation
Es ist nicht ganz einfach ein Seminar für Theaterpädagogen zu geben, in dem es um den Einsatz von neuen Medien geht. Zurückhaltung, Skepsis, Widerstände, aber auch Begeisterung und Offenheit kamen der Leitung entgegen.
Nichts destotrotz ist ganz viel entstanden, was die Teilnehmer für ihre Arbeit gebrauchen können. Von SMS, über Animoto bis Musik Maker, wir haben viel ausprobiert und gemacht. Herausgekommen ist ein gefüllter Blog mit den Ergebnissen, Tipps und einigem mehr. Auch für andere sicherlich eine kleine Fundgrube. Der Blog selbst ist Dokumentation und Skript in einem und ist während und kurz nach dem Seminar gefüllt worden.
Die BKABlogger haben übrigens nichts mit gleichnamiger Polizeibehörde zu tun, sondern siehe hier.
Es ist kaum zu glauben, aber die FDP hat im Koalitionsvertrag auch das Internet als politisches Thema eingebracht. (in der Tag Cloud links oben - wenn auch ganz klein.) Es kann sogar sein, dass das Zugangserschwerungsgesetz von Frau von der Leyhen gar nicht in Kraft tritt. Zumindest wird es erst mal aufgeschoben. Und wenn man den notwendigen Ausbau von Polizei und Justiz nicht bezahlen kann, dann kommt es eben doch - wider besseren Wissens.
Belehren hier die “sozialen” Besserverdienenden die Internetausdrucker?
In Sachen Jugendschutz gibt es leider nichts Neues. Es bleibt der Eindruck, dass hier die Ideen noch nicht da sind. Eher der schale Beigeschmack, dass man die schon bestehenden Gesetze vielleicht doch durch einen technischen Netzfilter durchsetzen will.
Überraschend ist aber, dass im Koalitionsvertrag immerhin erwähnt wird, dass man Open Source als Arbeitssoftware für die Bundesbediensten prüfen will. Na das wäre mal ein deutliches Zeichen Richtung Microsoft. Dann bliebe nur die Frage offen, wie man denn mit der Internetkrake Google umgeht.
Wir dürfen also gespannt sein.
Artikel siehe: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,657486,00.html
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