Kann man eigentlich Computerspiele auch einfacher programmieren als im Quellcode? Vielleicht mit Kodu von Microsoft. Einfach über Symbole Funktionen zusammenklicken. Grafiken und Nachteil: Es wird keine Exe oder andere Datei mit dem fertigen Spiel ausgegeben, sondern man muss zum Spielen das Programm auf dem Rechner haben. Das Programm gibt es kostenlos. Wer mehr wissen will:
Mittlerweile sitzen auch bei Jugendverbänden viele Deligierte mit Laptops in Konferenzen. Kann man das nicht irgendwie nutzen, um die sonst eher schweigende Mehrheit der Deligierten irgendwie digital zu beteiligen und so vielleicht Konferenzen ein bisschen beschleunigen? Immerhin werden wichtige Dinge oft beim Kaffee oder Bier ausserhalb der Tagesordnung beredet.
Open Slides ist da ein Versuch eine Konferenzsoftware anzubieten, die lokal im Raum über ein W-LAN Partizipation der Delegierten zulässt. Wahlvorschläge, personalisierte Wahlzettel, Antragstexte, Unterstützung und vieles mehr sollen über die Software schneller und parallel während der Konferenz abarbeitbar sein. Für die Zukunft ist auch ein Protokollsystem angedacht. Spannend ist, dass man die Präsentationsebene und die Bearbeitungsebene getrennt ausgeben kann, sprich während auf dem Beamer das Frontend angezeigt wird, kann im Backend fleissig geschrieben werden.
Ich habe die Software noch nicht ausprobiert, wäre aber an praktischen Erfahrungen interessiert. Wer mal schauen will:
Jane Hart hat ihre Top 100 Tools für die Bildungsarbeit zusammengestellt. Guter Überblick über die Möglichkeiten digital gestützten Lernens.
Mittlerweile gibt es viele Programme mit denen man aus Fotos eine etwas animiertere Slidshow machen kann. Interessant sind die Onlineprogramme, die teilweise auch auf Flickr, Picasa oder Facebook Konten zugreifen können. Zwei möchte ich hier nur kurz vorstellen.
Vom Prinizip sind sie beide gleich, sind in einer Testversion kostenlos mit Einschränkungen, und kosten als Vollaccount noch nicht so viel Geld. Prinzip: Bilder hochladen, in eine Reihenfolge bringen, Texte hinzufügen, Musik auswählen (ist in legaler Variante auf den Plattformen vorhanden) und die Software gestaltet ein Zufallsprodukt. Wenn nicht gefällt noch mal einen Remix machen. Also wenig Arbeit mit interessanten Ergebnissen. Die kann man dann versenden, einbinden, posten, Herunterladen usw.. Eigentlich eine schöne Form kleine thematische Filme aus Fotos zu gestalten.
http://www.stupeflix.com/ und http://www.animoto.com sind fast gleich einfach zu bedienen. Persönlich finde ich animoto von den Ergebnissen etwas besser. Aber dafür kann man dort kostenlos nur 30 Sekunden Videos machen. Einfach ausprobieren. Hier mal ein Ergebnis aus einem Workshop.
Sehr geniales Video und Artikel. Mit Smartphones oder I-Pods ist heute schon eine Menge kreatives Potential möglich. Einfach mal als Anregung und zum genießen.
http://handymusik.wordpress.com/2011/08/12/smartphone-klassische-musik-spielen-ipods/
Ein Versuch: Laptop mit in den Urlaub als Ergänzung zum Reiseführer. Eine eigene SIM Karte fürs Smartphone schien mir noch nicht nötig und dann ab nach England.
Erste Erfahrung: Besser hätte ich mal in eine SIM Karte fürs Handy investiert. (Siehe dazu auch Tipps vom Verbraucherschutzzentrale RLPfalz.) Dann hätte ich auch google als Navi nutzen können. Und das Geocachen geht auch spontaner. So sind wir zwar mit Karte aber doch ganz schön kreuz und quer zu unserem Bestimmungsort gekommen. Manchmal ist Links fahren, Karte lesen und Englisch doch auch schwierig.
Ebenso der kleine Schock: andere Steckdosen.Überhaupt nicht dran gedacht. Also Adapter auf SchuKo Stecker besorgen. Sollte der Versuch mit Wifi schon am Aufladen der Akkus scheitern? Adapter gabs aber erst in der nächsten größeren Stadt. Also weiter.
Vor Ort gibt es W-LAN, teuer zwar, dafür aber einigermaßen schnell, wenn man nicht abends um 20 Uhr, wenn offensichtlich alle ins Netz gehen, versucht große Datenmengen herunter zu laden.
Gut auf jeden Fall vorher mal Öffnungszeiten abzuchecken. So ersparen wir uns den Frust, den wir hatten, als wir es einmal nicht gemacht haben und just dort die Attraktion geschlossen war. Hätten wir vorher mal nachgeschaut, hätten wir uns 40km Anfahrt sparen können.
Ach ja, und aktuelle Wetterberichte - immer wichtig für die Ausflugsplanung. Auch vorher mal ein paar Luftbilder oder Streetviewansichten (ja England ist schon sehr umfangreich vergoogled) erleichtern die Orientierung vor Ort. Insofern hat sich die Investition tatsächlich gelohnt.
Mehr dann im Teil 2
Audacity ist weit verbreitet. Aber es gibt auch Alternativen. Hindenburg ist zum Beispiel eine. Nachteil: die kostenlose Variante hat keine Effekte und Plugins, aber durch die Schlichtheit eine Menge zu bieten. Es ist so einfach damit zu arbeiten, dass es sich wirklich in der Jugendarbeit empfiehlt. Einfach mal anschauen und ausprobieren.
Alvar Freude stellte beim Gautinger Internettreffen noch mal Kritik und Stand der Diskussion bei der Neufassung des Jugendmedienstaatsvertrages vor. Jugendschutz hat Verfassungsrang - aber auch die Kommunikationsfreiheit. Hier gilt es eine Abwägung von Grundrechten vorzunehmen.
Grundsätzlich ist der JMStV ein Gesetz für den Rundfunk. Diese Regelungen sollten auf das Internet übertragen werden. Größte Kritik: Dies funktioniert nicht, weil das Internet ganz andere Facetten aufweist. Auch kommt die Medienpädagogik überhaupt nicht vor.
In der Enquettekommission des dt. Bundestages gilt es die Medienpädagogik stärker als Instrument zum Schutz vor Gefahren zu verstehen. Und Medienpädagogik ist nicht nur als Angebot für Kinder und Jugendliche, sondern für alle Altersgruppen zu verstehen. In der Arbeitsguppe Medienpädagogik wird es die größten Differenzen im Thema Jugendschutz geben.
Große Fragen in der Diskussion der Kommission.
Welches Leitbild ist im Internet das richtige.
Ist das Internet der Ort der Kommunikationsfreiheit?
Welche Ziele verfolgt der Jugendmedienschutz? Schutz vor zufälligen Treffern, oder bewusster Suche, oder “Selbstgefährdung”.
Faire Verantwortundverteilung beim Jugendschutz.
Das Internet ist Mittler aller Medien geworden. Was heißt das?
Albert Fußmann wirft die provokante Frage auf, ob es überhaupt noch einen Bereich der Gesellschaft gibt, aus denen man Kinder ausschließen sollte?
Perspektiven und Ideen aus der Diskussion:
Technisch ist außer Stecker ziehen oder Totalzensur wie in China es nicht möglich, das explizite Aufsuchen von gefährdenden Inhalten durch Jugendliche zu verhindern. Werden Seiten also bewusst und nicht zufällig aufgesucht, ist ein technischer Schutz fasst nicht möglich. Für jüngere Kinder funktionieren Internetfilter vielleicht noch um sie vor zufäligem Zugang zu schützen. Wenn Eltern sie installieren!
Eine positive Perspektive wäre ein Cloudsourcingprinzip also der Empfehlungen von Seiten durch Eltern, Institutionen, Kinder und Jugendliche. Dies gilt oder funktioniert vor allem für jüngere Kinder.
Eine österreichische Utopie: “Medienkompetenzgesetz” statt “Jugendschutzgesetz” - In Deutschland grenzen sich aber die Jugendschützer von den Medienpädagogen ab. Hier steckt wohl ein Grundproblem der Diskussion.
Für jüngere Kinder sind sicherlich Internetfilter geeignet (sofern sie denn überhaupt installiert und richtig eingestellt sind - das bedarf auch einer Kompetenzvermittlung bei Eltern.) Bei älteren Kindern (ab 10 Jahre) muss es um Selbstschutz gehen. Wie baut man diesen Selbstschutz auf.
Verkehrserziehung hat heute schon ein Modell um “Selbstschutz” auch schon kleinsten Kindern zu vermitteln. Hier muss man nur mal googlen. Das kann ein Modell sein. Die andere Frage ist, was sind denn die wirklichen Gefahrenpotentiale bei Jugendlichen (kostenpflichtige Abzockseiten, Cybermobbing, Urheberrechtsverletzungen die geahndet werden etc.). Dies wird von den Jugendschützeren überhaupt nicht in den Blick genommen. Außerdem ändern sich reale Bedrohungen und Gefahren ständig. Hier kann ein Gesetz gar nicht so schnell hinterherkommen, Bildungskonzepte sind da flexibler. Noch mehr ein Grund auf Bildung statt auf Gesetz zu setzen.
Wenn wir also Kinder und Jugendliche wirklich schützen wollen, dann gilt es viele Fragen zu diskutieren, vorhandene Abegrenzungen zu überwinden und vor allem sich einzumischen als Medienpädagogen. Medienpädagogik muss vielleicht mehr denn je politisch werden. Wenn wir über Partizipation diskutieren, dann sollten wir als Medienpädagogen das auch praktizieren. Also unbedingt hierhinklicken und mitmischen.

Logo My Mobile
Das Handy verändert nicht nur die Kommunikation, sondern auch Strukturen des Lernens. Daher ist auch die Frage, wie ich Handys in Bildungsprozessen einsetzen kann. Prof. Bachmair und Björn Friedrich stellen das Projekt MyMoble von medien + bildung.com bei dem Gautinger Internettreffen vor. Im Projekt ging es darum das Handy als Ressource für Partizipation für Bildung zu nutzen. Das Projekt fand an Hauptschulen statt. Überraschend: Das Whiteboard an Schulen wurde stark genutzt, Bluetooth war sekundär. Innovative Ansätze machen Arbeit, dazu braucht es zusätzliches Personal, sonst klappt es nicht. Didaktischer Aspekt: Wenn man ein Handy dem Schüler in die Hand drückt ist es ein Lehrmittel, nutzt man das persönliche Handy des Schülers ist es ein positiv besetztes und bekanntes Arbeitsmittel. Damit macht Lernalltag in der Schule Spaß und gewinnt an Dynamik. Fotos waren für alle Schüler leicht produzierbar. Dabei wurden auch provokante Themen eingebracht (z.B. Alkoholkonsum). Dabei kamen auch für Jugendliche selbstverständliche Zusammenhänge zu Tage, die in der Schule getrennt werden, z.B. Religion und Gesellschaftslehre. Die Aufgabe Alltagsfotos zu suchen führte auch dazu Fotos aus dem Netz einzubringen. Gedruckter Text tauchte bei Migranten als muttersprachliche Produkte auf.
Das Projekt stellt viele interessante Aspekte von Lernen mit Handys dar, im konkreten natürlich im Spannungsfeld schulischen Lernens. Die Kollision mit informellen Lernfeldern aus der Jugendkultur schafft neue teilweise unerwartete Lernergebnisse. Die didaktische Kunst ist es über diesen anderen Weg trotzdem zu vorher definierten Lernzielen zu gelanden. Hier gilt es noch viel Überzeugungsarbeit und Experimente zu machen.
Die ausführlichen Slides finden sich unter slideshare.net/bjoernfr
Im Medienpädagogik Praxis-Blog hat Eike Rösch auf eine schöne Medienübung hingewiesen, die für Kameraleute und Kreative aller Art nicht nur Spaß macht sondern auch sehr verblüffende Ergebnisse liefert: Die Erzwungene Perspektive. Dabei werden durch geschickte Positionierung der Kamera Vordergrund und Hintergrund so miteinander in Beziehung gebracht, dass ein neues Motiv entsteht. Besser als jede Beschreibung kann dies dieser Film erklären.